LEGO Harry Potter – Die Jahre 1 – 4

LEGO Harry Potter – Die Jahre 1 – 4

Da ist er wieder: Klein Harry P. im Klötzchen Land.

Diesmal hat man sich an den Filmen 1 – 4 orientiert. Wie bei den LEGO Umsetzungen üblich, sind nach der “Geschichte” Wiederholungen im “Freien Spiel” erlauben, so oft man möchte oder bis man wirklich alle Items gefunden hat.

Kenner der Bücher und Filme dürfen sich zuhause fühlen, denn alle Schauplätze und Charaktere sind hinlänglich bekannt. Aber auch Neulinge und LEGO Fans sind sofort verzaubert, das Spiel macht den Einstieg leicht und bleibt auch in der Folge im eher moderaten Schwierigkeits-Level.

Genial wieder die ratternden Steinchen, wenn sich Gegenstände manifestieren, und immer für eine Überraschung gut. Das sich nach den Anfängen mit LEGO Racers und ähnlichen Games mal so ein großartiger Spagat zwischen versoftetem Spielzeug und Action-Adventures basteln lässt, hätte vor 10 Jahren sicher niemand erwartet. Aber Traditionen sind dazu da, irgendwann mal gebrochen zu werden, der absolute Gewaltverzicht (Ballern, Kämpfen) ließ sich spätestens seit “Bionicles” auch nicht wirklich aufrecht erhalten. Trotzdem stirbt in der digitalen LEGO Welt kein Charakter, die Blöckchen zerbröseln, und gut.

Des Zauberers Welt ist bunt, sehr bunt! Es mag an den relativ einfach gestrickten Figuren liegen, die keine riesige Polygon-Anzahl benötigen, aber die Farbenpracht ist sensationell. Da macht schon das Zusehen Spaß. Aber Mitspielen ist besser, die Magie will erlernt sein und ausführlich ausgetestet werden. Hier verzichtet das Spiel auf Zeitdruck, auch “Level durch und weiter gehts” ist keine Maßnahmen. Die Freiheit aus “bestandene Levels erneut besuchen” und “zwischen den Charakteren wechseln” ist grenzenlos und senkt das Frustpotentional gegen Null. Alles zu entdecken und alle Items zu finden ist Aufgabe genug und macht aus LEGO Harry Potter definiv kein Spiel, das nach einiger Zeit sein Dasein im staubigen Nirvana der Sammlung fristet.

Nicht zuletzt, weil Harry P. noch eine Trumpf bereit hält: der COOP Modus! Gemäß der LEGO Vorgabe soll ja zusammen gespielt werden, ob mit reelen oder virtuellen Steinchen. Wo bei vielen Games die “Kooperation” wie eine zwangsläufige Notlösung wirkt oder man sich gegenseitig vermöbelt, was zu Recht eher den Namen “2-Spieler Modus” trägt, wird hier zusammen gearbeitet.

Renderfilmchen: Großartig, wie man Harry Potter zumindest ansatzweise parodieren kann, ohne peinlich oder überzogen zu wirken. Wie bei Star Wars, Batman und Indiana Jones stimmt das Gleichgewicht: man kennt die Szenen, amüsiert sich über das ver-LEGO-ing, aber kommt nie auf die Idee zu denken: was für ne Verarsche! DAS kann nicht jeder!

Was die Steuerung betrifft gibt es fast schon traditionell immer noch die zwar minimale, aber trotzdem merkliche 110 / 220 Volt Abstimmung, es hakelt manchmal. Programmiert in den USA oder Japan mit der niedrigeren Spannung klemmt es mitunter, aber verschmerzbar, da gibt es üblere Kandidaten.

Der Kick ist einfach: LEGO Live! Wer konnte sich beim Krabblen mit DUPLO jemals vorstellen, das die Steinchen später so original-getreu über den LCD oder Plasma wandern? Grafisch gegenüber Indiana Jones noch einen drauf und die beste Möglichkeit, nach “Darksiders” mal mit Freunden ne Runde zu chillen.

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1 Kommentar

  1. Ich habe dieses Spiel für meine Tochter gekauft und sie ist schlichtweg begeistert davon! Natürlich hat sie alle Bücher gelesen und daher ist es für sie umso spannender, die Geschichte nochmal selbst digital nachzuerleben. Die neusten Filme habe ich ihr bisher noch nicht gezeigt, da ich finde, dass sie für eine fast 12-jährige fast schon zu gruselig sind.

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