Schwimmbad-Tycoon

Schwimmbad-Tycoon

Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Der Sommer ist vorbei! Für die Meteorologen beginnt mit dem September auch der Herbst und das Wetter draußen ist auch nicht mehr so ganz das Wahre. Vielleicht erwartet uns noch der eine oder andere sonnige Herbsttag, aber fürs Freibad ist es langsam zu spät. Zumindest in der realen Welt, denn dank Astragon können wir uns die Zeit bis zur nächsten Freibad-Saison mit dem “Schwimmbad-Tycoon” verkürzen. Ab ins Wasser…

Bitte nicht vom Beckenrand ins Wasser springen!

Die Ansagen des Bademeisters durch die Lautsprecher sind nur ein atmosphärisches Element des Spiels, denn auch sonst bietet das Game so einiges, was man in einem Freibad erwarten darf. Nach dem Anlegen eines ersten kleinen Pools kann man sein Chlor-Imperium um Imbissbuden, Getränkestände und andere Gebäude (Umkleiden, Saunas, Toiletten) erweitern. Attraktionen wie Rutschen und Sprungtürme ziehen die Massen zusätzlich an und lassen die Kasse am Eingang klingen. Dies ist auch gleichzeitig die Haupteinnahmequelle und man kann als Manager den Eintrittspreis auch noch regulieren. Die Einnahmen der Pommesbuden & Co sind dagegen eher Nebeneinnahmen, machen sich letztlich aber durchaus bemerkbar.

So kann man seine Pool-Landschaft immer weiter ergänzen: Springbrunnen, Edelstahl-Rutschen, Wasserpilze und -strudel gehören genauso zum Baumenü wie eine Riesenrutschenoption. Hier jedoch müssen wir auch mal auf einen negativen Aspekt zu sprechen kommen, denn leider lassen sich alle Bauten nicht mehr verändern. Eine einmal gebaute Riesenrutsche kann beispielsweise nur noch abgerissen werden, Änderungen am Bahnverlauf sind nicht möglich. Auch kann man keine Werbung für seinen Wasserpark machen, wie man es vielleicht von anderen Spielen gewohnt ist. Muss man zwar nicht (die Leute kommen auch noch bei Gewitter ins Freibad, insofern hat das Wettersystem kaum Einfluss auf das Spiel) aber es hätte der Spieltiefe nicht geschadet. Dennoch kann man dem Spiel einen gewissen Spielspass nicht absprechen, denn es macht einfach Spass den wuselnden Figuren auf dem Gelände zuzusehen und seinen Traum vom eigenen Freibad auszubauen…

Grafisch sollte man für den Preis (das Spiel ist für unter 15 Euro erhältlich) allerdings die Kirche im Dorf lassen. Wer sich hier auf ein Grafik-Feuerwerk freut dürfte etwas enttäuscht sein. Die Animationen der Badegäste sind gelungen, doch wenn man sich etwas zu nah hinzoomt sieht man mehr als man sehen wollte: Klobige, pixelige Figuren, rudimentäre Bewegungsabläufe, wenig detaillierte Objekte. Aber so ein Spiel spielt man schließlich aus der Vogelperspektive und mit etwas Abstand und da kann man dann gar nicht mehr so viel dran aussetzen. Wirklich hässlich sind die Menüs, Spieleingangsbildschirm und so weiter – dagegen wirken die Ingame-Menüs und Grafiken wie kleine Kunstwerke. Die Hintergrundmusik gibts nur in der Bauphase, die Hintergrundgeräusche sind dafür ziemlich gelungen.

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