Youda Legend – Der Fluch des Amsterdamer Diamanten
Amsterdam soll mit einem nicht näher benannten Fluch belegt sein. Wer erfolgreich alle Wimmelbilder und Rätsel löst, kann Amsterdam vom Fluch befreien und erhält eine prächtige Belohnung.
Ein großer Teil der Suchgegenstände ist relativ offensichtlich in den Wimmelbildern versteckt. Die schwierigen Suchgegenstände wurden z. B. transparent gestaltet und sind deshalb gut getarnt. Einige Suchbegriffe sind längst aus der kindlichen Umwelt verschwunden oder sehr außergewöhnlich. Videokassetten, Disketten, und Omas Bügeleisen sind veraltet; Exoten wie Teremin und Fez sind nur wenigen Kindern geläufig. Für Kinder wirkt sich allerdings erleichternd aus, dass der Suchwortschatz in diesem Spiel stark begrenzt ist. Schon im ersten Suchbild schaltet sich der Spieler eine Suchhilfe frei, die so gut ist, dass man jeden Gegenstand finden kann. Für Kinder ist auch vorteilhaft, dass man beim Suchen nicht unter Zeitdruck steht, was bei manchen anderen Wimmelbildspielen der Fall ist. Dieser Aufbau bewirkt, dass das Kind konzentriert suchen kann und das sorgfältige Hinsehen belohnt wird. Kinder, die unter einer Lese-Rechtschreibschwäche oder Konzentrationsschwierigkeiten leiden, können hier spielerisch wichtige Fähigkeiten trainieren.
Die Hilfefunktion bei den Rätseln ist für Kinder dagegen wenig hilfreich. Man muss das Prinzip der einzelnen Rätsel bereits kennen, um sie lösen zu können. Als Erwachsener spielt man dieses Spiel in wenigen Stunden durch. Trotz des günstigen Preises ist das etwas kurz. Kinder werden allerdings länger Spaß an diesen Spiel haben, da die Suchbilder bei jedem Durchgang per Zufallsgenerator neu zusammen gestellt werden und weil man online einen Highscore erstellen kann.
Die Hintergrundmusik finden wir eintönig. Glücklicherweise kann man die Musiklautstärke unabhängig von den Effektsounds verändern. Die Effektsounds sollte man aber bei Kindern nicht abstellen, da sie manchmal nützliche Lösungehinweise geben. Die Grafik ist überzeugend und ansprechend. Es fiel allerdings sehr negativ auf, dass dieses Spiel nicht auf einem Netbook installiert werden kann. Das Spiel erfordert eine Starndardauflösung, was leider nicht als technische Anforderung auf der Box vermerkt wurde.
Das Spiel wurde von der USK und von PEGI ohne Altersnbeschränkung frei gegeben. In einem der Wimmelbilder kniet allerdings ein trauernder toter Mann am Sarg seiner Frau. Eltern sollten überlegen, ob sie ihr Kind intensiv dieses gespenstische Bild ansehen lassen möchten. Um das Spiel eigenständig zu spielen, sollten Kinder lesen können. Da die Suchbegriffe oft nicht dem Grundwortschatz der Grundschule entsprechen, ist mit Nachfragen zu rechnen. Besonders erwähnenswert ist, dass sich das Spiel auch während des Spiels auf eine andere Sprache umstellen lässt. Kinder können so spielerisch einige Wörter in Spanisch, Französisch, Englisch, Niederländisch und Italienisch im Kontext üben. Wenn das Kind in der Fremdsprache Verständnisprobleme hat, kann man das Spiel wieder auf die Muttersprache zurückstellen und so das Spiel vereinfachen. Die Übersetzung des Spiels aus dem Englischen ist teilweise leider recht schluderig durchgeführt, so dass bei manchen deutschen Begriffen nicht ganz eindeutig ist, was man eigentlich suchen soll.
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